Die Nacht war lausig, eisekalt (wir hatten schon Angst, dass der Frostschutz das Wasser ablässt), extrem neblig-feucht und windig. Da das auch so bleiben sollte, haben wir kurzfristig umdisponiert und sind dem guten Wetter hinterher ins Flachland gefahren, über Haugastøl, Geilo und Hagafoss bis nach Gol, dabei haben wir uns parallel zur Strecke um schlappe 1000 Höhenmeter erleichtert. Was wir in Gol wollten? Naja, der Tankdeckel war ja noch zu. Also zum örtlichen Dealer, der Fiat können soll. Der schaute aber ratlos und vor allem überlastet und riet uns zu einer anderen Werkstatt. Dort schaute man nicht weniger ratlos, entschloß sich dann schließlich zur Gewaltmethode. Das innere Teil des Verschlusses liegt jetzt im Tank, schade eigentlich. Schaden wird das wohl nicht, aber ideal ist es halt auch nicht. Und das äußere Teil wird jetzt von einem schicken Gewebeband gehalten. Naja. Immerhin kann man tanken.
Dann ein Stück zurück gefahren nach Hallingskarvet und nach ein bisschen Sucherei einen Platz zum freistehen gefunden bei strahlendem Sonnenschein – das tat wirklich gut nach all dem Matschwetter und wir haben Sonne, Ruhe und ein Eis aus dem Gefrierschrank genossen – einen Laden und überhaupt einen Ort gab es weit und breit nicht.
Der Ärger reißt auch nicht ab, irgendwie. Der rechte vordere Reifen verliert Luft. Zum Glück haben wir einen Kompressor mit, aber ideal ist das nicht. Mal sehen, ob wir es so nach hause schaffen, oder Bekanntschaft mit einem norwegischen oder schwedischen Reifenhändler machen müssen. Billiger wären Reifen ja in Deutschland…


