Neapel

Heute ging es mit dem Regionalzug nach Napoli. Wir hatten so dies und das in Reiseberichten gelesen, aber was uns am meisten fasziniert hat war die fröhliche Unbekümmertheit der Neapolitaner. Das zeigt sich am besten im Fahrstil – waghalsig, aber stets achtsam. Als Fußgängerin muss man nie befürchten, angefahren oder -gehupt zu werden.

Italien 2018 – Marina di Castagneto Carducci (17. Tag)

So, heute nur eine kleine Etappe weiter, zur letzten Badestation. Hier waren wir letztes Jahr schon einmal. Weil es hier so angenehm inoffiziell zugeht, der ideale Platz für den Abschluss der Baderunde. Hier gibt es weit und breit keinen Laden, also vorher noch schnell einkaufen und los.

Die Palmenallee ist immer wieder beeindruckend
Der Strand
Night Grilling, der neue Trend 😉

Am Ziel ist alles voll mit italienischen Wohnmobilen, die nach und nach abreisen – das Wochenende geht zu Ende. Bald sind wir fast alleine und genießen die Ruhe und leckeres Essen.

Und das Meer natürlich – das Wetter ist viel besser als letztes Jahr und das Baden macht viel mehr Spaß.

Italien 2018 – Porto Ercole (16. Tag)

Heute wollten wir die andere Hafenstadt besuchen, Porto Ercole. Unsere deutschen Nachbarn auf dem Stellplatz hatten uns von dem tollen Radweg vorgeschwärmt, der so leicht zu fahren sei, das wollten wir auch testen. Blöd halt, dass sie die letzten zwei Kilometer nicht mehr gefahren waren, da waren nämlich die größten Steigungen. Blöd auch, dass der Ort eigentlich nur aus Hafen besteht und ein Besuch sich kaum lohnt. Aber ein Bier mit Blick auf den Hafentrubel gab es doch und völlig erschlagen fiel uns am Nachmittag außer Baden nichts mehr ein – gibt ja schlimmeres. Alle stöhnen wir unter der Hitze, auch und vor allem der alte Hund. Nach diesem Urlaub kann der deutsche Herbst kommen…

Dickschiffe
Logenplatz am Hafen
Blick auf Orbetello

Abends waren wir essen, in der Trattoria zum armen Fischer. Eins dieser Lokale, wo sich wohl nie ein Tourist hinverirrt. Ein kulinarisches Abenteuer, hat sich sehr gelohnt, dass wir das gewagt haben. Wie bin ich früher nur ohne Übersetzungssoftware ausgekommen?

Lido di Camaiore

Bei der Suche nach einem Treffpunkt mit Freunden, die ebenfalls gerade in Italien sind, sind wir hier gelandet. Ein Erlebnis, wirklich. So eine lange Strandpromenade haben wir beide noch nie gesehen, so dicke Luxusyachten kannten wir auch nicht aus eigener Anschauung und die Hoteldichte ist beeindruckend. Ein paar Straßen weiter hinten ist aber eine ganz normale italienische Stadt wie alle anderen auch, gemütlich und mit kleinen Läden – ein krasser Kontrast.

Das Riesenrd im Hintergrund bietet VIP-Kabinen: eine Kabine incl. Champagner für 100€

Marina di Castagneto Carducci

Zeit zum Weiterfahren heute, aber nur ein bisschen – baden ist immer noch in der Planung. Unterwegs in Follonica schnell noch was einkaufen am Sonntag – von solchen Möglichkeiten träumt Deutschland nur. So einen vollen Supermarkt haben wir allerdings auch lange nicht mehr erlebt, haben die denn kein zu hause?

Nach kurzer Fahrt, wo immer mal das Meer aufblitzte, nun also in Marina die Castagneto. Der kostenlose Plaz war wenig verlockend, also stehen wir nun auf dem Bezahlplatz, passt schon, teuer ist es eh nicht mit 18€ für zwei Nächte.

Die Burg von Castiglione della Pescaia
Immer mal ist das Meer zu sehen
Warum mag diese Straße Palmenallee heißen?

Baden war nicht, die Brandung ist unfassbar heftig, soll aber morgen besser werden. Also haben wir schon mal den Ort inspiziert, Bars und Pizzerien reichlich vorhanden – ist ja eine Touri-Gegend.

 

Marina di Grosseto

Kitesurfer gucken ist ja gut und schön, aber selber baden hätte ja auch was, außerdem ist das feuchte Klima und die steife Brise nun wirklich nichts für uns. Also ein Stück weiter, einen Badeplatz suchen.

Wir landen in Marina di Grossetto rein zufällig. Der Ort ist aussagefrei, hat kein wirkliches Zentrum, nicht einmal einen Laden, aber es gibt halt das Meer, und einen Platz auf einem Campingplatz, der noch genau zwei Tage auf hat – perfekt.

Schöner Platz mit morbidem Charme
Verkehrsführung Italian Style

Unterwegs hatten wir Muscheln gekauft, und abends draußen gegessen – ein Genuss.

Am zweiten Tag schauen wir uns den Ort an – überall riesige, leere Strandbars und riesige, leere Parkplätze – im Sommer steppt hier bestimmt der wilde Bär – nichts für uns.

Die Warnungen vor Waldbrandgefahr sind nicht aus der Luft gegriffen.

Talamone

Das Meer ruft, und von unserem Frühstücksplatz in 500m Höhe aus kann man es schon sehen:

Also runter, wie üblich mit Serpentinen ohne Ende

Und dann sind wir da:

Fonteblonda, so heißt der Ort an der Bucht, ist Kitesurfer-Region, es ist windig ohne Ende, aber für heute sind wir mehr als zufrieden mit gucken,  nach Talamone laufen (der Ort auf dem Bild oben) und die Aussicht bewundern. Man sieht sogar Elba, eine Insel, die wir beide nicht auf der Rechnung hatten. Lecker Eis und tolle Sicht aufs Meer, was will mensch mehr?

Abends denken wir, wir schauen einmal Fonteblonda an, und, naja, das ist ein Ort, der mich an meine Kindheit erinnert: alles ein bisschen verschlafen, alles ein bisschen wie damals, und da fallen wir fremden deutschen Frauen auf wie bunte Hündinnen…

Wir waren im kleinen Lebensmittelladen, ein echtes Erlebnis, ein bisschen wie in meiner Kindheit…zwei Omis schmeißen den Laden, es gibt keine abgepackte Wurst, Kekse kann man stückweise kaufen…wirklich ein Erlebnis.