Lesina

Heute wollen, nein, müssen wir ein ordentliches Stück nach Norden. Am Golf von Taranto und vor Bari erwartet uns viel Schmutz, Ruinen und insgesamt wenig sehenswertes. Immerhin entschädigt ab und zu ein Blick aufs türkisblaue Meer.

Bei Taranto beginnt die A14 und auf einmal ist alles wie ausgewechselt. Saubere Raststätten, nette kleine Ortschaften und eine Autobahn, die wenig befahren und hervorragend in Schuss ist. Dafür ist die Gegend langweilig und flach.

So sind wir bald in Lesina, einem kleinen Städtchen an einem schönen See, idyllisch und ein wenig verschlafen. Sehr nett und genau richtig als Zwischenstopp für eine Nacht.

Hier kochen sie am Abend, natürlich wollen wir das. Weil wir fürs Abendessen zu wenig Bargeld haben, bringt der Platzchef Anne noch schnell mit dem Auto zur Bank, und zeigt ihr auf dem Rückweg den Fischmarkt und erzählt ihr seine Lebensgeschichte – anrührend.

Abendessen war in einem Raum, der wie ein Imbiss wirkt, was dem Genuss keinen Abbruch tut. Es gibt Bruschetta, Pasta mit Muscheln und gegrillten Aal aus dem See, dazu einen Grappa in etwa der dreifachen Größe wie erwartet. Wir unterhalten uns bestens mit unseren Schweizer Nachbarn und torkeln beschwipst ins Bett.

Am nächsten Morgen geht es noch auf den Fischmarkt, wir bekommen fangfrische Fische aus dem See, frischer geht es nicht. Das macht Lust auf den nächsten Standort, wo wir die essen werden.


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