Wer rastet, der rostet – also weiter in die Uckermark, Angies (also, Frau Bundeskanzlerins) Heimat. Sie war nicht da, aber die Gegend war da, die Weite, riesige Felder, kaum Menschen, ganz viel Ruhe.
Wir standen bei Uckerkaas, dank Blockheizkraftwerk zwar recht laut aber der Käse war lecker und die Radtour hatte es in sich, Sturm und Hügeln sei Dank.
Endlose Weiten…Dörfer mit Kirchlein wie aus der Zeit gefallen
Das alte Hebewerk in Niederfinow, dahinter der halbfertige NeubauDer Storch sucht Nahrung……für den NachwuchsRadtour-Schönheit am Wegesrand
Nach dem Frühstück sollte es wieder los gehen, an den Schwielochsee in Brandenburg. Klingt einfach, was es aber nicht. Das Saale-Unstrut-Gebiet zu durchqueren erwies sich durch Baustellen und mehrere Weinfeste als schwierig, und natürlich brockte uns die Leipziger Umweltzone einen fetten Umweg ein, bei dem wir bestimmt jede Menge Stickoxide mehr in die Luft geblasen haben, als wenn wir hätten den Stadtring benutzen dürfen…naja. Überhaupt Sachsen: viel flaches, nichtssagendes Land (mindestens auf unserer Route, ich will ja keinem zu nahe treten), viel Industrie, wenig was uns motiviert hätte, irgendwo länger als unbedingt nötig anzuhalten.
Der Spreewald…naja. Schon schön da. Aber halt auch sehr viele Menschen, schon jetzt, Ende April. Wie mag das im Sommer sein? Für jemanden, der Menschenmassen hasst, nicht der ideale Ort.
Aber hier, in Niewisch am Schwielochsee, stehen wir beim Fischer außerordentlich nett, quasi zwischen Garten und Pferden, und genießen die Ruhe, die Sonne und die Gastfreundschaft.
Der Wasserturm in TorgauDer SchwielochseeIm Garten
Wohnmobilfahren hat ja viele Vorteile. Einer davon ist, dass man leckere Sachen von Reisen mitbringen kann. Auf dem Hinweg war es Fleisch, auf dem Rückweg sollte es Wein sein. Also auf zum Weingut Koch nach Erpolzheim, die haben Womoplätze und machen mit bei Landvergnügen, was will man mehr.
Was soll ich sagen: es war sehr nett, wir standen mitten zwischen Reben, die Leute vom Weingut Kohl waren total nett und hilfsbereit und die gekaufte Weinmenge hätte beinahe die maximale Zuladung gesprengt. Und die An- und Abfahrt über die Weinstraße ist eh obergenial. Sehr empfehlenswert. Höher als 3,50 sollte so ein Womo aber nicht sein, die Bahnbrücke aus Richtung Bad Dürkheim ist bös niedrig.
Anfahrt durch kleine, enge StraßenErpolzheimDer Stellplatz
Seit einiger Zeit liegt bei uns das Buch Landvergnügen herum, und nun wollten wir es endlich einmal ausprobieren. Wir waren also auf dem Sonnenhof in Schotten in Hessen in der Nähe des Vogelsbergs, und das war wirklich ein voller Erfolg. Wir fühlten uns gleich willkommen, hatten komplett unsere Ruhe hinterm Hof, außerdem gab’s lecker Rinderschinken und -wurst zu kaufen. Gegend gibt’s natürlich auch genug, wir waren nur mal kurz um die Niddatalsperre walken, aber man könnte z.B. zum Vogelsberg usw. usf.