Heute geht es endlich in die Toskana. Italiens Straßen zeigen sich von ihrer besten Seite und wir kommen gut durch.
Italienische Verkehrsplaner sind KünstlerDie A1 Panoramica……zeigt sich von……ihrer besten Seite
Also gar nicht lange gefackelt und ab in die Therme, die einfach immer noch wunderschön ist – wir kennen sie schon von 2017 und sie ist einfach etwas ganz besonderes.
Wir werden geweckt von intensivem Regen, das erste Mal in diesem Urlaub. Danach kommt aber direkt die Sonne wieder raus, und so waren wir ausgiebig abbaden – das letzte Mal, morgen geht es nach Norden, weg vom Meer.
Regen – ach, so sieht das aus, schn fast vergessen
So, heute nur eine kleine Etappe weiter, zur letzten Badestation. Hier waren wir letztes Jahr schon einmal. Weil es hier so angenehm inoffiziell zugeht, der ideale Platz für den Abschluss der Baderunde. Hier gibt es weit und breit keinen Laden, also vorher noch schnell einkaufen und los.
Die Palmenallee ist immer wieder beeindruckendDer StrandNight Grilling, der neue Trend 😉
Am Ziel ist alles voll mit italienischen Wohnmobilen, die nach und nach abreisen – das Wochenende geht zu Ende. Bald sind wir fast alleine und genießen die Ruhe und leckeres Essen.
Und das Meer natürlich – das Wetter ist viel besser als letztes Jahr und das Baden macht viel mehr Spaß.
Heute wollten wir die andere Hafenstadt besuchen, Porto Ercole. Unsere deutschen Nachbarn auf dem Stellplatz hatten uns von dem tollen Radweg vorgeschwärmt, der so leicht zu fahren sei, das wollten wir auch testen. Blöd halt, dass sie die letzten zwei Kilometer nicht mehr gefahren waren, da waren nämlich die größten Steigungen. Blöd auch, dass der Ort eigentlich nur aus Hafen besteht und ein Besuch sich kaum lohnt. Aber ein Bier mit Blick auf den Hafentrubel gab es doch und völlig erschlagen fiel uns am Nachmittag außer Baden nichts mehr ein – gibt ja schlimmeres. Alle stöhnen wir unter der Hitze, auch und vor allem der alte Hund. Nach diesem Urlaub kann der deutsche Herbst kommen…
DickschiffeLogenplatz am HafenBlick auf Orbetello
Abends waren wir essen, in der Trattoria zum armen Fischer. Eins dieser Lokale, wo sich wohl nie ein Tourist hinverirrt. Ein kulinarisches Abenteuer, hat sich sehr gelohnt, dass wir das gewagt haben. Wie bin ich früher nur ohne Übersetzungssoftware ausgekommen?
Heute ist Werkstatt-Tag, das heißt wir müssen drei Stunden auf Womie verzichten, während die Jungs von der Werkstatt die Schreibe einbauen. Was tun?
Kurzerhand entscheiden wir, dass wir die Zeit auf einer Wiese zwischen Industriegebiet und Bahnlinie unter Bäumen verbringen und dort picknicken. Das ist überraschend lauschig, nur der Hund bekommt sich ob der vielen Gerüche nicht recht ein. Nun denn.
Enorm erleichtert, weil die Scheibe heil ist, fahren wir gutgelaunt zurück – bisschen ausruhen und dann baden, heute am großen Strand bei Sonnenschein, Wind und Wellen – ein Traum.
Im Supermarkt gibt’s KaktusfeigenPrima Scheibe…und so sauber…Nachmittag am Strand
Also weiter geht’s, wir wollen wieder an’s Meer, außerdem haben wir nun eine Werkstatt in Grosseto benannt bekommen, da wollen wir nun hin. Wir wollen ja das echte italienische Leben kennen lernen, da gehört ein original italienisches Gewerbegebiet samt original italienischer Autowerkstatt doch absolut dazu 😉
Davor noch schnell ins “Centro Commerciale”, eins dieser Monstereinkaufszentren, die sie im Moment an vielen Orten in Italien bauen. Gruselig. Und es ist dermaßen heiß, dass der Kühlschrank keine Lust mehr hat.
Nein, das ist nicht die Gartenabteilung 😉
Von den vielen Angestellten kann genau einer ein bisschen englisch, Google Translator ist mal wieder im Dauereinsatz. Aber wir fühlen uns gut aufgehoben, der Preis von 350€ hält sich im Rahmen und wir sollen Freitag wiederkommen.
Warten auf das Ende der Mittagspause
Also zum Monte Argentario. Der Platz ist genau so hübsch wie beschrieben, das Betreiberehepaar supernett und der kleine Strand direkt ums Eck. Könnte schlechter laufen.
Der kleine Strand direkt am PlatzSelbstgemachte Burger…Luxus pur
Am zweiten Tag ist bedecktes Wetter, ideal für eine kleine Radtour. Die Vermieterin rät uns zum Bus, aber uns ist nach Bewegung, also rauf auf die kleine Küstenstraße. die wir uns mit LKWs, Linienbussen und allerlei anderen Gefährten teilen. Zum Glück zweigt nach einem drittel der Strecke ein kleiner Weg ab, der ebenerdig und durch Tunnels direkt in die Stadt führt, lauschig und bequem zu fahren.
Der Tunnelweg
Porto Santo Stefano ist eines dieser typisch italienischen Städtchen am Meer, es gibt Eis, Fisch einen kleine Fährhafen und allerlei Tourikram, wir mögen das und fühlen uns wohl, kraxeln bergauf, bergab und rollen am späten Mittag zurück – leider, wir wären gerne länger geblieben, aber den alte Hund mögen wir nicht länger alleine lassen.
Carrara wollten wir schauen, aber nach einer Runde durch die Stadt mit dem Womo beließen wir es dabei, so toll fanden wir den Ort nun auch wieder nicht. Aber die Marmorblöcke und -platten, die überall herumstehen, sind schon beeindruckend.
Marmorplatten……und Marmorberge
Danach weiter nach Pontremoli, zum Toskana-Abschluss. Noch einmal an dieser Stelle ein leiser Dank an Ralf Gréus und den Womo-Verlag, aus dessen Buch viele der Ziele dieser Reise stammten, so auch dieses. Nach einem wunderbaren Abendessen in der Osteria della Bietola verlassen wir nun morgen die Toskana.
Überall winzige, verwinkelte Gassen und TreppenDie kleine Kapelle an der Burg
Bei der Suche nach einem Treffpunkt mit Freunden, die ebenfalls gerade in Italien sind, sind wir hier gelandet. Ein Erlebnis, wirklich. So eine lange Strandpromenade haben wir beide noch nie gesehen, so dicke Luxusyachten kannten wir auch nicht aus eigener Anschauung und die Hoteldichte ist beeindruckend. Ein paar Straßen weiter hinten ist aber eine ganz normale italienische Stadt wie alle anderen auch, gemütlich und mit kleinen Läden – ein krasser Kontrast.
Das Riesenrd im Hintergrund bietet VIP-Kabinen: eine Kabine incl. Champagner für 100€
Zeit zum Weiterfahren heute, aber nur ein bisschen – baden ist immer noch in der Planung. Unterwegs in Follonica schnell noch was einkaufen am Sonntag – von solchen Möglichkeiten träumt Deutschland nur. So einen vollen Supermarkt haben wir allerdings auch lange nicht mehr erlebt, haben die denn kein zu hause?
Nach kurzer Fahrt, wo immer mal das Meer aufblitzte, nun also in Marina die Castagneto. Der kostenlose Plaz war wenig verlockend, also stehen wir nun auf dem Bezahlplatz, passt schon, teuer ist es eh nicht mit 18€ für zwei Nächte.
Die Burg von Castiglione della PescaiaImmer mal ist das Meer zu sehenWarum mag diese Straße Palmenallee heißen?
Baden war nicht, die Brandung ist unfassbar heftig, soll aber morgen besser werden. Also haben wir schon mal den Ort inspiziert, Bars und Pizzerien reichlich vorhanden – ist ja eine Touri-Gegend.
Kitesurfer gucken ist ja gut und schön, aber selber baden hätte ja auch was, außerdem ist das feuchte Klima und die steife Brise nun wirklich nichts für uns. Also ein Stück weiter, einen Badeplatz suchen.
Wir landen in Marina di Grossetto rein zufällig. Der Ort ist aussagefrei, hat kein wirkliches Zentrum, nicht einmal einen Laden, aber es gibt halt das Meer, und einen Platz auf einem Campingplatz, der noch genau zwei Tage auf hat – perfekt.
Schöner Platz mit morbidem CharmeVerkehrsführung Italian Style
Unterwegs hatten wir Muscheln gekauft, und abends draußen gegessen – ein Genuss.
Am zweiten Tag schauen wir uns den Ort an – überall riesige, leere Strandbars und riesige, leere Parkplätze – im Sommer steppt hier bestimmt der wilde Bär – nichts für uns.
Die Warnungen vor Waldbrandgefahr sind nicht aus der Luft gegriffen.