Neapel

Heute ging es mit dem Regionalzug nach Napoli. Wir hatten so dies und das in Reiseberichten gelesen, aber was uns am meisten fasziniert hat war die fröhliche Unbekümmertheit der Neapolitaner. Das zeigt sich am besten im Fahrstil – waghalsig, aber stets achtsam. Als Fußgängerin muss man nie befürchten, angefahren oder -gehupt zu werden.

Caserta

Die Fahrt ist insgesamt langweilig und unkompliziert, bei der Hitze ist das sehr angenehm. Schon um 14:30 stehen wir am Platz, der aber natürlich zu ist – Mittagspause. Einer der anderen Gäste lässt uns aufs Gelände.

Der Platzchef kommt um 15:30 und weist rigoros Plätze zu, aussuchen ist nicht, und spricht genau eine Sprache: italienisch. aber alles gut, der Platz ist fein, gepflegt und sehr zu empfehlen.

Nach einer längeren Pause, immerhin sind 30°C, starten wir mit den Rädern in die Stadt, Caserta erkunden und ein bisschen was einkaufen. Natürlich haben italienische Supermärkte sonntags geöffnet…

Die Stadt selber lohnt sich eher nicht. Das Schloss ist hübsch, aber es zu besichtigen haben wir keine Lust.

Der italienische Autoverkehr ist ja sprichwörtlich, aber nachdem wir das Prinzip begriffen haben – alle fahren wie die Irren aber jeder nimmt Rücksicht – schwimmen wir mit unseren Rädern locker im Feierabendverkehr mit – ein echtes Abenteuer ist es trottdem.

Italien 2018 – Let’s call it Scheißtag (10. Tag)

Eigentlich fing der Tag nicht so schlecht an. Wir waren am Gleitschirmhang, weil uns unsere Nachbarn am Platz neugierig gemacht hatten. Tolle Aussicht, und die Ausgrabungsstätten waren auch sehr beeindruckend.

Aber irgendwie mussten wir ja wieder herunter von dem Berg. Die Serpentinenstraße erschien uns nicht sehr verlockend, also die andere Route nach Cori? Die Platznachbarn meinten, kein Problem. Also sind wir los. Ging auch lange gut, bis wir auf den letzten Metern vor einem irren Gefälle standen – 25% vielleicht? Das war definitiv zu viel für Womis Bremsen, wir bekamen das Auto nur noch mit Mühe und Not zum Stehen und waren hinterher schweißgebadet. Gut, dass es in Italien fast nie Schilder mit Gefälleangaben gibt…

Man sieht es nicht gut auf dem Bild, aber das war auch nur der Anfang des Gefälles, es wurde nachher noch deutlich heftiger

Nun gut, Nerven runter, aber jetzt wollen wir ja zum Baden nach Süden. Plätze soll es ja geben. Schade, dass alle entweder zu sind (Saisonschluss) oder voll und überhaupt alles voller Leute und Autos und allem ist. Nach ewigem Suchen stehen wir dann in Meeresnähe am Straßenrand, aber auch da ist über Nacht bleiben verboten. Was tun? Schließlich flüchten wir, weg vom Meer. Einmal kurz gebadet, ansonsten außer Spesen nix gewesen. In der brütenden Hitze der Campagna versuchen wir Schlaf zu finden…