Nordlandreise 18. Tag – Osby

Wir wollten noch in den Süden, und deshalb musste es noch einmal einen Fahrtag geben. Auf unserer letzten großen Etappe – der längsten und schnellsten in Skandinavien – gab es wenig zu berichten. Seen halt, Wälder, sowas, wie fast jeden Tag in Schweden und jedes mal aufs neue schön.

Der Platz in Osby war so lala. Laut durch Zug- und Autoverkehr, aber eben kostenlos und gut zu erreichen, eine ideale Zwischenstation. Da wir erst gegen 21:00 ankamen, wären andere Plätze wohl schon geschlossen gewesen.

Nordlandreise 16. und 17. Tag – In Vinö Veritas

Wir machten uns wieder auf den Weg weiter nach Südosten, über eine unfassbar holprige Piste Richtung E18, wo wir entsorgen wollten – der Platz an der Schleuse hatte ja keine Entsorgung mehr. Zwar konnte man dort die WC-Kassetten leeren (Latrintömning, wieder so ein schwedisches Wort, das der Wohnmobilist braucht), aber kein Grauwasser entsorgen. Mit einigermaßen schlechtem Gewissen ließen wir es in einen Gully auf dem LKW-Parkplatz laufen – ein offizieller Weg, wie man in Schweden Grauwasser loswird, steht immer noch aus.

Nordlandreise 15. Tag – Bjurbäckens Slussar

Wir brauchten mal eine Pause und das Wetter war eh nass, also blieben wir. Bjurbäckens Slussar, zu deutsch “die Schleusen am Biberfluss” sind ein beeindruckendes Technikdenkmal. Sie überwinden 11 Meter Höhenunterschied und verbinden über den Bergslagskanalen zwei Seen – einst wurde hier Eisenerz gefahren, heute nur noch ab und zu ein Hobbyboot.

Nordlandreise 14. Tag – über die grüne Grenze an den Kanal

Am morgen musste das Badewetter noch einmal ausgenutzt werden, aber dann wollten wir endlich los nach Schweden. In Hamar wollten wir noch nicht tanken und einkaufen – zu viel Stadt, zu viel Hektik, in Elverum verpassten wir Läden wie Tankstellen und dann, ja dann kam einfach nichts mehr, fast 200km weit. Erst in Sysslebäck in Schweden gab’s Diesel und Lebensmittel, da waren wir schon ziemlich am schwitzen ob des leeren Tanks.

Nordlandreise 13. Tag – Lillehammer – Springer und Schwimmer

Wo wir schon mal an der Schanze in Lillehammer waren, wollten wir natürlich auch hoch. Grandiose Aussicht, und schon ein gewisses Kribbeln, wo wir uns das, was man sonst nur im Fernsehen sieht, direkt ansehen konnten. Und als kleines Extra waren Stundenten der benachbarten Sporthochschule dabei, auf der kleinen Schanze Sprünge zu üben – toll anzusehen und ein schönes, unerwartetes Geschenk für uns.

Nordlandreise 12. Tag – mit mehr Druck nach Lillehammer

Gol ist als Ort ja nicht so unfassbar interessant, aber es gibt da gleich mehrere Reifendienste, und einer davon wurde unserer. Man sah uns wohl an, dass wir weiterwollen, und so wurden wir mal eben schnell zwischengeschoben und durften schon eine Stunde weiter mit neuem Ventil weiter, dankbar und erleichtert.

Mangels interessanter Ziele ging es direkt weiter, über Stock und Stein…äh…über Berg und Tal zu unserem heutigen Ziel Lillehammer. Unterwegs bestaunten wir die Kreativitiät der norwegischen Schilderdesigner, fotografierten Elche, äh, nein, Kühe und Schafe auf der Straße und am Abend, nachdem wir uns direkt unter der Schanze in Lillehammer postiert hatten, noch ein merkwürdiges Himmelsobjekt, ein Komet vielleicht?

Nordlandreise 11. Tag – runter ins Flachland

Die Nacht war lausig, eisekalt (wir hatten schon Angst, dass der Frostschutz das Wasser ablässt), extrem neblig-feucht und windig. Da das auch so bleiben sollte, haben wir kurzfristig umdisponiert und sind dem guten Wetter hinterher ins Flachland gefahren, über Haugastøl, Geilo und Hagafoss bis nach Gol, dabei haben wir uns parallel zur Strecke um schlappe 1000 Höhenmeter erleichtert. Was wir in Gol wollten? Naja, der Tankdeckel war ja noch zu. Also zum örtlichen Dealer, der Fiat können soll. Der schaute aber ratlos und vor allem überlastet und riet uns zu einer anderen Werkstatt. Dort schaute man nicht weniger ratlos, entschloß sich dann schließlich zur Gewaltmethode. Das innere Teil des Verschlusses liegt jetzt im Tank, schade eigentlich. Schaden wird das wohl nicht, aber ideal ist es halt auch nicht. Und das äußere Teil wird jetzt von einem schicken Gewebeband gehalten. Naja. Immerhin kann man tanken.

Nordlandreise 10. Tag – Hardangervidda

Der Tag ging lausig los. Den völlig durchgeweichten Platz zu verlassen war alles andere als einfach. Gab gleich mal Zoff mit Schatz über die richtige Methode und überhaupt und so. Als sich dann noch an der Tankstelle der Tankdeckel verklemmte, hatte ich die Schnauze dezent voll. Aber hilft ja nix, Tank ist erstmal voll, vor Montag hat eh keine Werkstatt auf. Also los und sich wieder einkriegen.

Nordlandreise 7. Tag – Fjorde, Tunnel und Bergfahrten bis zum Abwinken

Wenn man in fünf Stunden Nettofahrzeit gerade mal 230km schafft, dann hat das seinen Grund: enge Straßen, Kurven, an die 100 Tunnel, Steigungen (vor allem der Aufsteig zum Røldalstunnelen hatte es in sich) und Gefälle im zweistelligen Bereich: der Tag hatte alles. Aber vor allem hatte er Fjorde und grandiose Ausblicke von Bergen herunter, so viele dass es irgendwann einfach gut war.