Christiansfeld und Silkeborg

Nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück machen wir uns auf den Weg weiter nach Norden. Es ist kühl heute, das macht das Fahren leicht. Die Autobahn ist immer noch sehr voll, ist wohl im Sommer immer so? All die Jahre waren wir ja immer nur im Herbst in Dänemark.

Weil wir früh dran sind, machen wir einen Stopp in Christiansfeld, einem netten, kleinen Ort mit hübscher Altstadt, der für seine Honigkuchen bekannt ist. Was wir nicht wussten, ist, dass er UNESCO Weltkulturerbe ist. Ein riesiger Busparkplatz legt davon Zeugnis ab. Zum Glück ist es nicht mehr Hochsommer und noch früh am Tag, so hält sich der Andrang in Grenzen. Über all Wohnmobile, die sich durch die engen Grenzen drängen, es kann nur eine Frage der Zeit sein, bis da Verbotsschilder stehen. Obwohl sehr touristisch hat der Ort eine hübsche Ausstrahlung, und natürlich kaufen wir Honigkuchen – um die extrem süßen Schoko- und Marzipan-Spezialitäten haben wir lieber einen Bogen gemacht.

Weiter geht es, die volle Autobahn hoch, am Vejle Fjord kann man sogar auf’s Meer schauen

Dann sind wir in Silkeborg. Wir haben einen absoluten Hotspot erwischt, alles ist voller Menschen, anscheinend war auch gerade Regatta in der Stadt. Jetzt wissen wir auch, warum der Platz so teuer ist: Silkeborg ist das Ausflugsziel der Dänen. Aber ist ja so, wir wollten ja hier her.

Also erst einmal eine Radtour, die Gegend erkunden. Ist auch echt schön. Schöne Stadt am Wasser, viele Seen, viele Gelegenheiten zum Baden und Paddeln.

Was es nicht gab, war irgendwo etwas zu essen, keine Pommesbude, nichts außer einer Eisdiele. Nur Natur. So haben wir zu hause den Honningkage in Womie verdrückt, gibt ja schlimmeres.

Am Montag wollen wir nach Himmelbjerget, mit den Rädern. 35 anstrengende Kilometer, Fährüberfahrt inclusive. Der Hinweg ging größtenteils an der Gudenå, es gab viel zu schauen.

Die kleine Fähre braucht nur zwei Minuten, man muss anrufen. Süß einfach. Und der Blick von oben über gefühlt halb Dänemark ist ein Traum. Der Turm kostet 10 Kronen Eintritt, lohnt sich sehr fanden wir.

Der Rückweg ist praktischerweise bergab, dafür mit ordentlich Gegenwind, trotzdem superschön durch den Wald. Noch ein paar Seen gucken, dann sind wir wieder zu hause und platt. Vor allem die Schotterpisten waren eine echte Herausforderung.

Das war wirklich ein besonderer Ort für uns, als hügeliges Seenland kannten wir Dänemark bisher nicht. Sehr nett.

Der Platz hat pro Nacht über 60€ gekostet, Strom inklusive.

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