Nach Gibraltar zu fahren muss ja irgendwie sein, wenn man schon mal hier ist. Auch Gibraltar ist ein Erinnerungsort, wo wir vor vielen Jahren mit Annes Tochter waren. Aber der Reihe nach. Zuerst einmal fahren wir nach Hässliches-Gewerbegebiet-in-der-Nähe-von-Algeciras. Da gibt es nämlich einen spanischen Rossmann, der original wie in Deutschland ist (inklusive deutscher Beschriftung auf den Produkten, Einkaufswagen usw.). Da gibt es Zahnpasta für Andrea und Gesichtscreme für Anne – besser ist das. Und wir halten an der örtlichen Mercedes-Werkstatt, den Reifendruck prüfen. Die LKW-Werkstatt schiebt uns dazwischen und Geld wollen sie auch keins. Das ist mal Service. Schnell noch ein paar Lebensmittel einkaufen und weiter nach La Linea de la Concepción, unserem heutigen Ziel.
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Montijo
Dieser Platz (Montijo Garden heißt er) ist eigentlich eine Verlegenheitslösung. Wir brauchten was mit Strom, stadtnah. Also 50km weiter, an den Tejo.
Sesimbra
Abschied von der Algarve. Nach einem wehmütigen Blick aufs Meer packen wir unsere Sachen und machen uns auf den Weg. Weil Anne Stress auf der Arbeit hat, kommen wir erst spät los. Macht aber nix, die Autobahn ist frei und wir sind früh da. Unterwegs wollen wir noch die leere spanische Gasbuddel wechseln – der Tankwart weigert sich, weil, die sei nicht leer. Hm…nach längerem Testen stellt sich heraus, dass man den Regler bis zum Anschlag aufdrehen muss. Ein bisschen, wie bei deutschen Gasflaschen, reicht nicht. Sehr cool, das spart und wir geben dem netten Tankwart was in die Kaffeekasse dafür, dass er sich mit begriffsstutzigen deutschen Touristinnen abgibt.
Sagres und Lagos
So, zweiter Tag mit dem kleinen Grauen. Wir fahren ans Äußerste Ende Europas. Zunächst geht es an die Fortaleza de Sagres, die alte Atlantikfestung. Es ist sehr windig, man bekommt eine Idee, wie unwirtlich dieser Felsbrocken bei richtig schlechtem Wetter sein kann.
Es sind unfassbar viele Leute da, uns gruselt bei der Vorstellung, wie das im Sommer sein muss. Alles ist mega wettergegerbt und irgendwie schmuddelig, außer dem Museum gibt es wenig zu sehen außer eben dem Meer – das allerdings sehr faszinierend ist in seiner Kraft und Schönheit.
Armação de Pêra
Auf geht’s nach Armação de Pêra, unserer nächsten Homebase für etwa zwei Wochen. Zunächst über winzige Nebenstraßen, dann auf der Autobahn, erreichen wir zügig unser Ziel – gut so, man hatte uns geraten, früh da zu sein, weil es keine Reservierungen gibt. Tatsächlich war im Oktober aber genug Platz da. Ein bisschen alternativ da, alles ein bisschen nicht so ordentlich, aber durchaus angenehm und der Platz ist angenehm, ruhig und nicht weit vom Meer.
Weiter nach La Turballe – nach einer unangenehmen Überraschung
Beim Aufwachen zeigt das Außenthermometer erfrischende 12°C – wir frühstücken das erste mal drinnen.
Heute nur eine kleine Etappe – zum angeblich schönsten Strand der Bretagne, und einem Gebiet voller Salinen.
La Faute-sur-Mer
Es ist immer noch heiß, also wird weiter gebadet, dafür fahren wir ein Stück weiter nach Norden. Die Landzunge, auf der wir stehen, besteht im wesentlichen aus Strand, Ferienhäuschen, Camping- und Wohnmobilplätzen und am Ende einem großen Vogelschutzgebiet. Es gibt also nichts, was uns vom Baden ablenken könnte. Wir testen das gleich einmal an, morgen soll das Geplantsche dann richtig losgehen. Der Platz ist nüchtern und zweckdienlich, regt also auch eher dazu an, sich nicht zu viel bei Womie aufzuhalten.
Frankreich 2019 10.-12. Tag – Arnaoutchot
Schön hatten wir’s, wir waren baden, radfahren, nochmal baden, habe ich baden schon erwähnt? Drei erholsame Tage – nur Fotos gibt es keine, denn es ist eine FKK-Anlage. Dolles Ding, riesengroß und mit allem was mensch sich wünschen kann und Service ohne Ende, z.B. eine Eskorte, die einen zum Platz bringt (ist auch nötig…) und jemandem, der einen erinnert, dass die gebuchte Zeit abläuft.
Außerdem gab es Sonnenallergie, samt Arztbesuch und Tour zur Apotheke, um Medikamente zu holen. Gewaschen haben wir auch, nun kann es weiter gehen. Muss es auch, denn verlängern ging nicht – der Platz ist immer noch rappelvoll und nur mit Glück haben wir einen Platz bekommen.

Frankreich 2019 9. Tag – an den Atlantik
Heute noch einmal eine lange Tour – wir wollen an’s Wasser. Daher gibt es wenig zu erzählen – wir fahren beragauf und bergab, meiden die langweiligen und teuren Autobahnen und erreichen schließlich unser Ziel – einen wirklich schönen Campingplatz direkt hinter den Dünen.



