Génave

Weiter geht’s! Weil es eine überraschende Lücke in Annes Terminablauf gibt, sind wir früh auf der Autobahn. Wir halten nur, um die spanische Gasflasche zu tauschen, die nun doch nach acht Wochen leer ist. Gar nicht so einfach, abseits der Tourizone. Es gibt zwar Gasflaschen, aber nur orange, nicht die blaue von Cepsa, die wir haben.

Die Fahrt ist unspekatulär und bald sind wir am Platz, wirklich wunderschön (nur ohne Strom), der an einem kleinen Dorf liegt, das da niedlich am Hang klebt.

Córdoba

Weiter geht’s, eine kurze Strecke bis zu unserem Stellplatz außerhalb von Córdoba. Beim Abfahren vergessen wir das Kabel, shit happens. Zum Glück reißt das Kabel, nicht die Steckdose. Hm, was tun? Einen Campingfachhandel gibt es weit und breit nicht, aber eine Ferreteria, also frei übersetzt einen Eisenwarenhandel. Der hat irgendwie alles, sagt Google und genau so ist es. Der freundliche Verkäufer hat von blauen Campingsteckern noch nie gehört, aber nachdem er die Original gesehen hat, kramt er tatsächlich aus den Tiefen seines Lagers welche hervor, zusammen mit einem mega stabilen Baustellenkabel wird das ein Kabelbausatz, prima. Weiter geht’s!

Gibraltar

Nach Gibraltar zu fahren muss ja irgendwie sein, wenn man schon mal hier ist. Auch Gibraltar ist ein Erinnerungsort, wo wir vor vielen Jahren mit Annes Tochter waren. Aber der Reihe nach. Zuerst einmal fahren wir nach Hässliches-Gewerbegebiet-in-der-Nähe-von-Algeciras. Da gibt es nämlich einen spanischen Rossmann, der original wie in Deutschland ist (inklusive deutscher Beschriftung auf den Produkten, Einkaufswagen usw.). Da gibt es Zahnpasta für Andrea und Gesichtscreme für Anne – besser ist das. Und wir halten an der örtlichen Mercedes-Werkstatt, den Reifendruck prüfen. Die LKW-Werkstatt schiebt uns dazwischen und Geld wollen sie auch keins. Das ist mal Service. Schnell noch ein paar Lebensmittel einkaufen und weiter nach La Linea de la Concepción, unserem heutigen Ziel.

Málaga

Also zurück nach Spanien. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Chaotische Zustände sollten herrschen, wie man in Videos wie diesem sieht. Nachdem aber von “unserem” Platz die Rückmeldung kam, dort sei alles in Ordnung, haben wir es gewagt. Schließlich wollen wir nicht die Stadt anschauen, sondern ein Tennismatch schauen, für das wir Karten haben. Unterwegs sieht man hier und da die Reste von reißenden Flüssen, die sonst allenfalls Rinnsale sind.

Lisboa (Lissabon)

Endlich geht es los! Frühmorgens machen wir uns auf den Weg mit leichtem Gepäck und lauftaglichen Schuhen. Der freundliche Uber-Fahrer (richtig gute Idee, ist in Portugal mega günstig und bequem) bringt uns für 5€ zum Anleger und wir schippern für 3,60€ pro Nase 30 Minuten über den Tejo. Die Schiffstour bringt uns direkt in Stimmung, trotz des eher trüben Wetters am Morgen.

Sesimbra

Abschied von der Algarve. Nach einem wehmütigen Blick aufs Meer packen wir unsere Sachen und machen uns auf den Weg. Weil Anne Stress auf der Arbeit hat, kommen wir erst spät los. Macht aber nix, die Autobahn ist frei und wir sind früh da. Unterwegs wollen wir noch die leere spanische Gasbuddel wechseln – der Tankwart weigert sich, weil, die sei nicht leer. Hm…nach längerem Testen stellt sich heraus, dass man den Regler bis zum Anschlag aufdrehen muss. Ein bisschen, wie bei deutschen Gasflaschen, reicht nicht. Sehr cool, das spart und wir geben dem netten Tankwart was in die Kaffeekasse dafür, dass er sich mit begriffsstutzigen deutschen Touristinnen abgibt.